DAS in Diabetesfachberatung

...mit integriertem CAS Diabetesfachpflege

Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung, einer immer älter werdenden Bevölkerung, den heutigen Lebensgewohnheiten und mangelnder körperlicher Bewegung steigt die Zahl der Diabeteserkrankungen laufend an. Weltweit sind rund 285 Millionen Menschen betroffen – Tendenz steigend. Man schätzt, dass bis zum Jahr 2030 nahezu 500 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt sein werden (Quelle: IDF). In der Schweiz leiden fast 500'000 Menschen an Diabetes, davon sind rund 400'000 Typ-1-Diabetiker (Quelle: SDG-ASD).

Der DAS HES-SO in Diabetesfachberatung mit integriertem CAS HES-SO in Diabetesfachpflege vermittelt das Fachwissen und die Kompetenzen, um in der Diabetesberatung Menschen mit Diabetes und ihre Angehörigen professionell zu betreuen und deren sicheres und wirkungsvolles Selbstmanagement zu unterstützen. Als diplomierte Pflegende mit der Zusatzausbildung in Diabetesfachberatung übernehmen Sie eine aktive Rolle im interdisziplinären Behandlungsteam und bieten den Pflegenden der Institution Anleitung und Unterstützung in der Pflege von Diabetespatienten.

Juni 2017 - Die Weiterbildungskommission des Schweizer Berufsverbandes der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK) anerkennt den DAS Lehrgang in Diabetesfachberatung mit integriertem CAS in Diabetesfachpflege als Höfa-I Weiterbildung in Diabetesfachberatung. Nach Abschluss der Weiterbildung können die Absolventinnen und Absolventen den Fachausweis beim SBK bestellen (SBK-Mitglieder: CHF 380.00, SBK-Nichtmitglieder: CHF 600.00).

DokumentationAusbildungsrichtlinien
Informationsbroschüre

Kontaktperson

Gerhard Kalbermatten
Pädagogische Leitung DAS
+41 26 429 61 20
gerhard.kalbermatten@hefr.ch

 

Der Abschluss DAS HES-SO Diabetesfachberatung befähigt die Studierenden, Menschen mit Diabetes mellitus gezielt und fachkompetent zu betreuen, zu beraten und im interdisziplinären Team an der Behandlung und Betreuung aktiv mitzuwirken.

Diplomierte Pflegefachpersonen mit einer Anstellung in der direkten Pflege oder in der Diabetesberatung, die Menschen mit Diabetes und ihre Angehörigen professionell betreuen und deren sicheres und wirkungsvolles Selbstmanagement unterstützen möchten.

  • Das Nachdipomstudium ist auf 3 Jahre
  • Der Studiengang beinhaltet 49 Kurstage, schriftliche Arbeiten, Intervisionssitzungen und eine Diplomarbeit.
  • Das DAS HES-SO Diabetesfachberatung entspricht 30 ECTS.
  • In das DAS integriert ist das CAS HES-SO Diabetesfachpflege, welcher auf 1,5 Jahre verteilt ist und aus 25 Kurstagen, schriftlichen Arbeiten, Intervisionssitzungen und einer Zertifikatsarbeit besteht. Das CAS entspricht 15 ECTS.

Der Studiengang orientiert sich an internationalen sowie schweizerischen Empfehlungen und ist in 8 aufeinander folgende Module gegliedert:

 Modul 1: Pathophysiologie und Rolle der Pflege

  • Normaler Glukosemetabolismus
  • Krankheitsbilder Diabetes mellitus Typ 1/Typ 2 und Schwangerschaftsdiabetes
  • Medikamentöse Therapien, deren Wirkung und Einsatz
  • Akute Notfallsituationen bei allen Diabetesformen
  • Langzeitkomplikationen aller Diabetesformen und die entsprechenden präventiven Massnahmen

Modul 2: Verhaltensänderungen und deren Grundlagen

  • Gesundheit und chronische Erkrankung
  • Chronische Erkrankung und Diabetes mellitus
  • Präventionsarten
  • Motivierende Gesprächsführung – Grundkurs
  • Grundalgen der Ernährung

Modul 3: Kommunikation, Beratung und Patientenedukation

  • Einführung und Grundlagen Patientenedukation und Beratung
  • Krisen- und Konfliktsituationen
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • Patientenrecht und Sozialversicherungen

Modul 4: Zertifikatsmodul (CAS-Abschluss)

  • Ein Problem aus der eigenen praktischen Tätigkeit anhand einer adäquaten Fragestellung und relevanter Fachliteratur bearbeiten
  • Die Hauptelemente der Arbeit mündlich präsentieren und Fragen der Expert(inn)en vollständig und kohärent beantworten

 Modul 5: Pathophysiologie und Rolle der Pflegenden

  • Sonderformen der Krankheit Diabetes mellitus und entsprechende Behandlungsformen
  • Diabetes mellitus und verschiedene Altersgruppen

 Modul 6: Verhaltensänderung und deren Grundlagen

  • Modelle im Zusammenhang mit Gesundheit und Krankheit (Health Belief Model, Corbin Strauss Model, Transtheoretisches Modell nach Prochaska)
  • Empowerment
  • Präventionsprojekte in der Betreuung und Beratung von Personen mit Diabetes mellitus
  • Vertiefung: Diabetes mellitus und angepassten Ernährung und Bewegung

Modul 7: Kommunikation, Beratung und Patientenedukation

  • Assessmentinstrumente in der Diabetesberatung
  • Standardisierte Edukationsprogramme
  • Gruppenschulungen
  • Aufbaukurs: Motivierende Gesprächsführung
  • Lösungsorientierte Gesprächsführung
  • Diversität und transkulturelle Kompetenz
  • Qualitätsindikatoren
  • Organisation einer Beratungsstelle

 Modul 8: Diplommodul (DAS-Abschluss)

  • Ein Problem aus der eigenen praktischen Tätigkeit anhand einer adäquaten Forschungsfrage und relevanter Forschungsliteratur bearbeiten und Vorschläge für die Praxis ableiten, z.B. in Form von Empfehlungen oder Leitlinien
  • Die Hauptelemente der Arbeit mündlich präsentieren und Fragen der Expert(inn)en vollständig und kohärent beantworten

Organisation

  • Bachelor-Diplom in Pflege oder HF-Diplom in Pflege und adäquate Weiterbildung (Fachkurs wissenschaftliches Arbeiten oder Höfa-I, Höfa-II).
  • mindestens 2 Jahre Berufserfahrung
  • Für CAS: Anstellung in der direkten Pflege zu mindestens 60% in einem Bereich, in welchem auch Diabetespatienten gepflegt werden
  • Für DAS: Anstellung in der Diabetesberatung zu mindestens 60%

Die meisten Kurstage finden an der Hochschule für Gesundheit in Freiburg statt. Eventuell werden einzelne Tage an einem Spital in der Deutschschweiz durchgeführt.

Anmeldegebühr:
CHF 200.00

Studiengebühr für das DAS:
CHF 14'000.00

Studiengebühr für das CAS:
CHF 7'000.00

 

  • Annullierungen sind schriftlich dem Sekretariat Weiterbildung der HEdS-FR in Freiburg mitzuteilen.
  • Bei Annullierung der Anmeldung bleibt die Anmeldegebühr geschuldet.
  • Im Fall einer Annullierung nach der Zulassungsbestätigung bis zwei Wochen vor Kursbeginn werden 50% der Weiterbildungskosten in Rechnung gestellt.
  • Im Fall einer Annullierung weniger als 14 Tage vor Kursbeginn oder bei Abbruch des Studiengangs wird der Gesamtbetrag der Kurskosten in Rechnung gestellt.