Die Symptomwahrnehmung bei Personen mit Herzinsuffizienz und ihrer Zu- und Angehörigen Person: Entwicklung und Machbarkeit einer komplexen Pflegeintervention.

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Die Herzinsuffizienz ist eine chronische Erkrankung und mit schlechten Ergebnissen bei Patientinnen und Patienten verbunden. Die Prävalenz beträgt über 10% bei Personen über 70 Jahren, für die Schweiz sind dies gut 200'000 Personen. Sie ist auch der Hauptgrund für Spitaleinweisungen bei über 65-jährigen Personen.

Die Symptomwahrnehmung bei Herzinsuffizienz ist ein essentieller Bestandteil der Selbstpflege. Diese ist modifizierbar und mit einer Verringerung der Spitalwiederaufnahme und einer Verbesserung des Überlebens verbunden. Die Symptomwahrnehmung ist eine Voraussetzung für die Reaktion auf Symptome und essentiell für die wirksame Selbstpflege. Die Symptomwahrnehmung ist als Verhaltensweise beschrieben, welche Körperbeobachtung und Symptomüberwachung sowie Identifikation, Interpretation und Benennung der Symptome beinhaltet. Es ist für Personen mit Herzinsuffizienz nicht einfach, ihre Symptome zu überwachen, zu erkennen und zu interpretieren. Dies kann zu ungeeigneter oder verzögerter Reaktion auf Symptome führen und zu längerem Spitalaufenthalt.

Die Literatur zur Symptomwahrnehmung bei Herzinsuffizienz ist in der Literatur zur Selbstpflege integriert. Die Auswirkung der gezielten Fokussierung auf die Symptomwahrnehmung benötigt eine eingehende Untersuchung. Darüber hinaus bestehen Unsicherheiten bei einer neu entwickelten Pflegeintervention zur Symptomwahrnehmung. Diese betreffen ihre Mach-, Zumut- und Annehmbarkeit sowie Ergebnisreaktivität bei betroffenen Personen und ihrer Zu- und Angehörigen Person.

Dieses Doktorat hatte zum Ziel, eine Pflegeintervention (SYMPERHEART) zur Unterstützung der Symptomwahrnehmung beruhend auf Erkenntnissen der Literatur zu entwickeln. Ebenfalls war ein Ziel, die Mach-, Zumut- und Annehmbarkeit sowie die Ergebnisreaktivität bei Personen mit Herzinsuffizienz und ihrer Zu- und Angehörigen Person zu testen.

Das Doktorat beinhaltete folgende drei Studien:

  1. Eine thematische Übersichtsarbeit zur Darstellung der Literatur über die Symptomwahrnehmung bei Herzinsuffizienz, einschliesslich Definitionen, Beschreibungen, Faktoren, Instrumente, Interventionen und Ergebnisse sowie der Rolle der Zu- und Angehörigen Person.

  2. Eine beobachtende Längsschnittstudie zur Bewertung der Retest-Reliabilität eines Messinstruments für Selbstpflege bei Herzinsuffizienz – dem Selbstpflegeindex bei Herzinsuffizienz (SCHFI) Version 6.2 – in seiner französischen Version für die Schweiz.

  3. Eine Machbarkeitsstudie mit einer Gruppe, quasi-experimentell, mit einem Prä-Post-Design, um die Mach-, Zumut- und Annehmbarkeit sowie Ergebnisreaktivität der Pflegeintervention zu testen. Eine integrierte qualitative Studie untersuchte zudem die Mach-, Zumut- und Annehmbarkeit der Pflegeintervention aus der Perspektive der beteiligten Pflegefachpersonen.

Die Ergebnisse des Doktorats:

  1. Die Darstellung der Literatur zur Symptomwahrnehmung bei Herzinsuffizienz im Hinblick auf Definitionen, Faktoren, Messinstrumente, Interventionen und Ergebnisse.

  2. Die Retest-Reliabilität des SCHFI v. 6.2 in seiner französischen Version für die Schweiz war bei 88 hospitalisierten Personen mit Herzinsuffizienz gering bis moderat und bei denselben Personen ausserhalb des Spitals moderat bis gut.

  3. SYMPERHEART wurde bei 18 zu Hause lebenden Personen mit Herzinsuffizienz (Durchschnittsalter 85,5 Jahre), welche häusliche Pflege erhielten, sowie sieben Zu- und Angehörige Personen (Durchschnittsalter 64,7 Jahre) getestet. Die Pflegeintervention SYMPERHEART wurde von sechs Pflegefachpersonen der spitalexternen Pflege in ihrer täglichen Arbeitspraxis durchgeführt. Sie war für die Personen mit Herzinsuffizienz, ihre Zu- und Angehörige Person und die Pflegefachpersonen durchführ-, zumut- und annehmbar. Die Pflegefachpersonen beschrieben den Wert der Pflegeintervention SYMPERHEART in vier Themenbereichen. Die Symptomwahrnehmung und der Beitrag zur Symptomwahrnehmung reagierten positiv auf die neue komplexe Pflegeintervention SYMPERHEART.

Dieses Doktorat orientierte sich am Medical Research Council Framework für die Entwicklung und Evaluation komplexer Interventionen zur Gesundheit. Die Studien ermöglichten, wichtige Informationen zu liefern, welche für den Übergang zur nächsten Phase der Wirksamkeitsbewertung der Pflegeintervention erforderlich sind. Dieses Doktorat trägt zur Aktualisierung des Kenntnisstands zur Selbstpflege bei Herzinsuffizienz bei und ganz spezifisch zur Symptomwahrnehmung bei Personen mit Herzinsuffizienz sowie dem Beitrag der Zu- und Angehörigen Person.

Roger Hullin, M.D., eMBA FH, CHUV Cardiologie

Institut Universitaire de Formation et de Recherche en Soins (IUFRS) Sciences infirmières UNIL-CHUV

Cécile Jaques, bibliothécaire, Bibliothèque universitaire de médecine

Andrew Dwyer, Ph.D., FNP-BC,FNAP, FAAN Boston College

Maria Liljeroos, PhD, RN, Linköping University

Corrine Jurgens, Ph.D., RN, ANP, FAHA, FHFSA, FAAN, Boston College Corrine Jurgens

Anna Strömberg, PhD, RN, Linköping University

Kris Denhaerynck, PhD RN Institute of Nursing Science, University of Basel,

Anne-Laure Kaufmann and Doctor Cristina Simon-Martinez from the Data Acquisition Unit, HES-SO Valais-Wallis, University of Applied Sciences and Arts Western Switzerland

Petra Schäfer-Keller

Petra Schäfer-Keller

Ordentliche Professorin FH


+41 26 429 60 37

5.50

petra.schaefer-keller@hefr.ch

Gabrielle Cécile Santos-Fontannaz

Gabrielle Cécile Santos-Fontannaz

Assistenzprofessorin FH


+41 26 429 60 47

5.50

gabrielle.santos@hefr.ch

Josepha Girard

Josepha Girard

Dozentin FH


+41 26 429 61 21

5.25

josepha.girard@hefr.ch

Kelly Pirlet

Kelly Pirlet

Wissenschaftliche Mitarbeiterin FH


+41 26 429 60 74

5.53

kelly.pirlet@hefr.ch

Grégoire Menoud

Grégoire Menoud

Dozent FH


+41 26 429 61 19

5.31

gregoire.menoud@hefr.ch

Marie-Elise Verga

Marie-Elise Verga

Dozentin FH


+41 26 429 61 11

2.03

marie-elise.verga@hefr.ch

Stefanie Senn

Stefanie Senn

Dozentin FH


+41 26 429 60 39

5.20

stefanie.senn@hefr.ch

Fernando Santana

Fernando Santana

Ordentlicher Professor FH/Studiengangvorsteher


+41 26 429 60 75

5.42

fernando.santana@hefr.ch

Sandra Pillonel

Sandra Pillonel

Studienberaterin


+41 26 429 60 79

5.26

sandra.pillonel@hefr.ch

Stephanie Kipfer

Stephanie Kipfer

Assistenzprofessorin FH


+41 26 429 60 40

5.48

stephanie.kipfer@hefr.ch

Santos, G. C., M. Liljeroos, K. Tschann, K. Denhaerynck, J. Wicht, C. Y. Jurgens, R. Hullin, and P. Schafer-Keller. 2023. 'Feasibility, acceptability, and outcome responsiveness of the SYMPERHEART intervention to support symptom perception in persons with heart failure and their informal caregivers: a feasibility quasi-experimental study', Pilot Feasibility Stud, 9(1), 168. doi:10.1186/s40814-023-01390-3

Feasibility, acceptability, and outcome responsiveness of the SYMPERHEART intervention to support symptom perception in persons with heart failure and their informal caregivers: a feasibility quasi-experimental study | Pilot and Feasibility Studies | Full Text (biomedcentral.com)

Santos, G. C., M. Liljeroos, R. Hullin, K. Denhaerynck, J. Wicht, C. Y. Jurgens, and P. Schafer-Keller. 2021. 'SYMPERHEART: an intervention to support symptom perception in persons with heart failure and their informal caregiver: a feasibility quasi-experimental study protocol', BMJ Open, 11(7), e052208. doi:10.1136/bmjopen-2021-052208

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/34315799

Santos, G. C., M. Liljeroos, A. A. Dwyer, C. Jaques, J. Girard, A. Stromberg, R. Hullin, and P. Schafer-Keller. 2021. 'Symptom perception in heart failure - Interventions and outcomes: A scoping review', International Journal of Nursing Studies, 116, 103524. doi:10.1016/j.ijnurstu.2020.103524

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32063295 

Santos, G. C., M. Liljeroos, A. A. Dwyer, C. Jaques, J. Girard, A. Stromberg, R. Hullin, and P. Schafer-Keller. 2020. 'Symptom perception in heart failure: a scoping review on definition, factors and instruments', European Journal of Cardiovascular Nursing, 19(2), 100-117. doi:10.1177/1474515119892797

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31782668 

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